Programm

Datafiction​

25.03.2021 / 18–19.30 Uhr
Online-Vortrag von Lotte Meret & Marco Buetikofer
Auf Englisch
Via Video Meeting

In diesem Vortrag erörtern Marco Buetikofer und Lotte Meret die gedanklichen Hintergründe ihres künstlerischen Videospiels Datafiction
(2019), insbesondere das Versagen unserer auf technologische Innovationen versessenen Gesellschaft, auch die emotionalen Narben, die digitale Technologien verursachen können, in Betracht zu ziehen. Sie reflektieren die Auswirkungen von Datenproduktion, -zirkulation und – verbrauch kritisch und entzaubern einigeder Mythen, auf denen digitale Fantasien fußen, auch wenn inhärente Ambivalenzen und Glitches ihre glatten Oberflächen zerkratzen. Das Künstler*innen-Duo skizziert außerdem flüchtige Porträts von Dingen, die zwischen Technologie, Magie und Menschlichkeit oszillieren und fragt, wie wir mit den emotionalen Narben umgehen sollen, die unsere Anpassung an digitale Technologien erfordert, u nd warum wir von dieser Selbstverletzung offenbar trotzdem nicht ablassen wollen.

Link zu Präsentation und interaktiver Website.

 

mEat me – Food for the Post-Anthropocene:
On Body-Hacking and the De-centering of the Human as Material

09.04.2021 / 19–20 Uhr
Online-Vortrag von Theresa Schubert
Auf Englisch
Via Video Meeting

Viele Denker*innen des Posthumanismus betonen eine nicht-menschlich-zentrierte Perspektive auf die Welt im Sinne eines Zoéegalitarismus und rufen zu mehr Bescheidenheit und weniger Hierarchisierung in unserem Umgang mit der Natur und anderen Arten auf. Mit radikaler Konsequenz fordert die Künstlerin Theresa Schubert, dass Menschen als Tiere verstanden und so auch als Material und Nahrung gesehen werden müssten. Indem sie ihren eigenen Körper furchtlos als Experimentierfeld nutzt, zeigt sie mit ihrem Projekt mEat me (2020), dass diese provokante Idee weder Science-Fiction noch morbide Dystopie ist. Im Vortrag erläutert und diskutiert Schubert Hintergründe, Konzepte,  und biotechnologische Prozesse und Wissenschaftskooperationen zu ihrem künstlerischen Forschungsprojekt und der multimedialen Performance mEat me.

 

Embodying Gaze: How to Embody your First-Person Perspective by Removing your Head?​

17.04.2021 / 14–17 Uhr
Workshop mit Kirstin Burckhardt
Auf Englisch
Via Video Meeting

Kirstin Burckhardt ist bildende Künstlerin und Psychologin. Mittels Video, Performance und Zeichnung fragt sie immer wieder: Was nennen wir eigentlich „Körper“?

Du bist nicht in Deinem Körper – Du bist Dein Körper, und dieser Körper wird letztendlich in den Tod übergehen. In diesem Sinne wird Kirstin Burckhardt über ihre künstlerische Praxis von Verkörperung und Trennung sprechen. Um Wege zur Verkörperung Deiner Ich-Perspektive und damit Deines Körpers zu erkunden, wird es Vermittlungsübungen und fokussierten Austausch mit anderen geben. Zu verlernen, Deinen Körper aus einer dissoziierten Sichtweise zu betrachten, steht im Zentrum dieses Workshops.