RAUMBESTANDSERHEBUNG
Zeitgenössische Kunst auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin

8. August 2014, von 12 bis 19 Uhr
Invalidenstr. 42, 10115 Berlin

Im Rahmen des Project Space Festivals lädt die Kleine Humboldt Galerie ein zu einem Kunst-Parcours durch das Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin (Campus Nord).

www.projectspacefestival-berlin.com

www.projectspacefestival-berlin.com/portfolio/kleine-humboldt-galerie-de/

http://www.youtube.com/watch?v=x7XB216XrXY&list=UUmGTUK0SwZMr9tPUOVRULnw


Foto: Sebastian Peter

GRUPPENAUSSTELLUNG mit
Jeremy Ayer
pedda Borowski
Patrick Cipriani
Cécile Dupaquier
Amos Fricke
Michael Hoepfel
Lisa Junghanß
Joseph Kadow
Wolf von Kries
Nora Mertes
Luzia Rux
Fabrice Schneider
Sebastian Stadler
Joanis Walter


Pressemitteilung

for English version please scroll down

"Flächendokumentation: Erfassung und Aktualisierung der Liegenschafts-, Gebäude- und Flächendaten für die landeseigenen und für die angemieteten Universitätsliegenschaften. Erhebung der Flächenausstattung für den Rahmenplan und die Standortentwicklung. Raumbestandserhebung für das Statistische Landesamt Berlin (gemäß Hochschulstatistikgesetz - HStatG)"

Ähnlich wie bei einer bautechnischen "Raumbestandserhebung" untersuchen die präsentierten Kunstwerke die vielschichtige historische Architektur der zwischen 1883 und 1909 entstandenen Bauten der Landwirtschaftlichen Hochschule zu Berlin. Die Gebäude, von unterschiedlichsten stilistischen wie politischen Epochen gezeichnet, werden heute vom Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften, vom Institut für Biologie, sowie vom Museum für Naturkunde genutzt. Ihre lebenswissenschaftliche Bestimmung lässt sich bis in die Details der Architektur verfolgen – in Wandgemälde mit arkadischen Szenen aus der Landwirtschaft ebenso wie in quirlige Pflanzen- und Tierornamente an Treppenhäusern und Fassaden. In die Wilhelminische Architektur haben sich die Spuren von Weltkrieg und DDR ebenso wie von neuesten Modernisierungsmaßnahmen im Rahmen der "Standortentwicklung Campus Nord" eingeschrieben.
Auf diese Schichten und ihr skurriles, bisweilen gar unheimliches Aufeinandertreffen gehen die KünstlerInnen in ihren Arbeiten ein, die größtenteils ortsspezifisch für die Ausstellung entstanden sind. Das Ergebnis ist ein ungewöhnlicher Versuch, die Ursachen der heutigen Erscheinung und ihre Wirkung abseits einer zweckgerichteten "Flächendokumentation" zu ergründen - und womöglich zu einer anderen Begutachtung zu kommen.

Die Ausstellung ist nur in Führungen zugänglich, die stündlich zwischen 12 und 19 Uhr am Eingang zum Hauptgebäude in der Invalidenstraße 42 beginnen. Erfrischungsgetränke, Kaffee und Kuchen werden im Fachschaftscafé Flora Soft verkauft.

Mit Arbeiten von Jeremy Ayer, pedda Borowski, Patrick Cipriani, Cécile Dupaquier, Amos Fricke, Michael Hoepfel, Lisa Junghanß, Joseph Kadow, Wolf von Kries, Nora Mertes, Luzia Rux, Fabrice Schneider, Sebastian Stadler, Joanis Walter

Kuratiert von Conny Becker, Lee Chichester, Viktor Hömpler, Julia Modes, Sebastian Peter, Vanja Sisek, Liz Stumpf, Antonia Wolff

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8 August 2014, from 12 to 7pm
Invalidenstr. 42, 10115 Berlin

In the context of the Project Space Festival the Kleine Humboldt Galerie invites you to an art tour through the Agricultural Institute of Humboldt University (North Campus).

www.projectspacefestival-berlin.com

www.projectspacefestival-berlin.com/portfolio/kleine-humboldt-galerie-de/

http://www.youtube.com/watch?v=x7XB216XrXY&list=UUmGTUK0SwZMr9tPUOVRULnw


Press Release

"Area-documentation: Survey and updating of the data on land property, buildings, and areas for the university's state- and rented property. Survey of facilities for the master plan and location development. Spatial survey for the Statistic State Office of Berlin (according to the College Statistics Law - HStatG)."

Similar to a constructional "spatial survey" ("Raumbestandserhebung"), the presented artworks examine the many-layered historical architecture of the buildings on Invalidenstr. 42 that were constructed between 1883 and 1909 for the Agricultural College of Berlin. The buildings, marked by different stylistic as well as political eras, are used today by the
Albrecht Daniel Thaer-Institute for Agricultural and Horticultural Sciences, the Institute of Biology, and the Natural History Museum. Designed for the life sciences, their original designation can be traced into the slightest details of the architecture - from wallpaintings showing arcadian scenes to squirming floral and faunal ornaments on stairways and facades. Into the Wilhelminian architecture traces of the war and the GDR have been inscribed, next to recent modernization measures taken in the context of the "Location Development North Campus."
Responding to these layers and their bizarre, as well as at times uncanny, encounter, the artists have developed site-specific works and installations. The result is an unconventional attempt to come to terms with the reasons behind the buildings' current condition and their effect on the viewer - beyond a function-oriented "areal-documentation" - and to perhaps also come to a different assessment.

The exhibition is only accessible in guided tours starting each full hour between 12 and 7 pm in the entrance hall (foyer) of the main building on Invalidenstr. 42. Refreshments, coffee, and cake will be sold in the student-run café Flora Soft.

With works by Jeremy Ayer, pedda Borowski, Patrick Cipriani, Cécile Dupaquier, Amos Fricke, Michael Hoepfel, Lisa Junghanß, Joseph Kadow, Wolf von Kries, Nora Mertes, Luzia Rux, Fabrice Schneider, Sebastian Stadler, Joanis Walter

Curated by Conny Becker, Lee Chichester, Viktor Hömpler, Julia Modes, Sebastian Peter, Vanja Sisek, Liz Stumpf, Antonia Wolff

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PROJECT SPACE FESTIVAL BERLIN

01.-31.08.2014

Das PROJECT SPACE FESTIVAL BERLIN nimmt sich den gesamten August Zeit, um gemeinsam mit Kulturbegeisterten und Besuchern die freie Kunstszene Berlins zu bereisen. 30 Berliner Projekträume laden während des erstmals stattfindenden Festivals zu Ausstellungen und Events. Vom 01. bis 31. August öffnet täglich ein anderer Raum im Zeitrahmen von 24 Stunden seine Türen.
Das PROJECT SPACE FESTIVAL BERLIN präsentiert in diesem Sommer eine Auswahl an Berliner Projekträumen in einer noch nie da gewesenen Form. Jeder teilnehmende Raum erhält 24 Stunden Zeit, um eine Veranstaltung zu realisieren. Das Programm des Festivals ist ebenso vielfältig wie die teilnehmenden Projekträume: Geplant sind unter anderem eine 24Stunden/24Künstler-Ausstellung, Food Art-Events und Performances im Berliner Stadtraum. Mit überraschenden Inhalten und ungewöhnlichen Formaten bereichert das Festival in diesem Jahr zum ersten Mal den lauen Kultursommer in der Hauptstadt.