© Graphic Design: Moritz Voß
© Photo:
DE
Oljanna Haus (sie/ihr) studiert Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin. In ihren Arbeiten verhandelt sie Erinnerung und Identität anhand ihrer eigenen Biografie und materialisiert ihre innere Welt in Bilder, die sich zwischen Abstraktion und Fotorealismus bewegen. Fotografien fungieren als Erinnerungsträger und sind Ausgangspunkt imaginärer Reisen zu vermissten Menschen und vergangenen Momenten, die Haus mit einer unbeschwerten Zeit ihrer Kindheit verbindet. Ornamentale Muster und starke Kontraste lassen nostalgischen Bildwelten entstehen.
ENG
Oljanna Haus (she/her) studies Fine Arts at the Berlin University of the Arts. In her work, she explores memory and identity through the lens of her own biography, materializing her inner world in images that vary between abstraction and photorealism. Photographs function as vessels of memory and are points of departure for imagined journeys to missed people and past moments that Haus associates with a particularly carefree period of her childhood. Ornamental patterns and strong contrasts let nostalgic visual worlds arise.
© Photos: Sasa Schramm
სამშობლო / Mutterland I
2025
Öl auf MFD, 105,5 x 70 cm
სამშობლო / Mutterland II
2025
Öl auf MFD, 105,5 x 155 cm
სამშობლო / Mutterland III
2026
Öl auf MFD, 105,5 x 155 cm
სამშობლო / Mutterland IV
2026
Öl auf MFD, 105,5 x 155 cm
DE
Wie lässt sich Herkunft erinnern, wenn sie zwischen Orten liegt?
In სამშობლო / Mutterland I–IV (2025–2026) folgt Oljanna Haus (@oljanna) Erinnerungen an Familie und Kindheit zwischen Deutschland und Georgien. Die Arbeiten zeichnen einen persönlichen Pfad zwischen gelebten, erinnerten und imaginierten Orten.
Ausgangspunkt sind Fotografien aus dem Familienarchiv – Erinnerungsträger und zugleich Ausgangspunkt imaginärer Reisen an ferne Orte, zu vermissten Menschen und vergangenen Momenten. Geboren und aufgewachsen in Deutschland, verbrachte Haus die Sommerferien regelmäßig in Georgien, dem Herkunftsland ihrer Mutter – eine Zeit, die sie als unbeschwert, harmonisch und von großer Nähe geprägt in Erinnerung hat. Aus diesen Bildern entstehen Ölmalereien, mit denen sich Haus ihren georgischen Wurzeln annähert.
Durch leuchtende Farben, starke Kontraste und eine Fülle von Details belebt Haus ihre Erinnerungen neu und wendet sich Aspekten ihrer Biografie zu, die im alltäglichen Leben oft wenig Platz finden. Die Bilder verlassen die Fotoalben und Vergangenes erhält eine neue Form von gegenwärtiger Präsenz. So entstehen Bildräume zwischen persönlicher Erinnerung, familiärer Geschichte und der Frage, wie Herkunft und Zugehörigkeit das eigene Selbst prägen.
EN
How do you remember a place that exists between locations?
In სამშობლო / Mutterland I–IV (2025–2026), Oljanna Haus (@oljanna) traces memories of family and childhood between Germany and Georgia. The works chart a personal path between lived, remembered, and imagined places.
Photographs from the family archive serve as the starting point — carriers of memory and, at the same time, points of departure for imagined journeys to distant places, to people who are missed, and to moments long past. Born and raised in Germany, Haus regularly spent her summer holidays in Georgia, her mother's country of origin — a time she remembers as carefree, harmonious, and marked by great closeness. From these images emerge oil paintings through which Haus approaches her Georgian roots.
Through luminous colors, strong contrasts, and a wealth of detail, Haus brings her memories back to life, turning to aspects of her biography that often find little space in everyday life. The images step out of the photo albums, and the past takes on a new form of present-day presence. Pictorial spaces emerge between personal memory, family history, and the question of how origin and belonging shape the self.