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Herzstück der Ausstellung [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] ist ein umfangreiches Rahmenprogramm. Durch verschiedene partizipative Veranstaltungen werden Einblicke in die Arbeitsprozesse der Künstlerinnen ermöglicht und es entsteht ein Dialog zwischen Besucher*innen, Künstler*innen und Kurator*innen.
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Open Studio
Samstag, 23. Juni 2018, 14-16 Uhr
Samstag, 30. Juni 2018, 14-16 Uhr

Keine Anmeldung nötig.
Die Teilnahme ist kostenlos.

[HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] ist eine Ausstellung im Prozess. Vier Wochen lang transformieren die Künstlerinnen Britta Lumer, Helena Hladilová, Anouk Kruithof und Zorka Wollny den Lichthof Ost im Hauptgebäude der Humboldt-Universität in ihr Atelier. Hier entwickeln sie Arbeiten im Rahmen ihrer verschiedenen künstlerischen Zugänge und – anders als bei Ausstellungen im musealen Kontext, die den Eindruck künstlerischer Arbeiten als abgeschlossene Kreativprozesse evozieren – lassen uns an diesem Prozess teilhaben. An zwei Terminen werden die Ateliertüren geöffnet und gewähren exklusive Einblicke in die Entwicklung der künstlerischen Werke. Gemeinsam lassen sich so die Arbeiten im Prozess erforschen, bevor sie ab dem 12. und bis zum 25. Juli der Öffentlichkeit präsentiert werden.

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Klang-Workshop mit der Sound- und Performance-Künstlerin Zorka Wollny
Montag, 25. Juni 2018, 16-18 Uhr

Anmeldung unter info@kleinehumboldtgalerie.de
Die Teilnahme ist kostenlos.

Im Rahmen des Workshops werden die Teilnehmenden gemeinsam Töne und Klänge des alltäglichen Lebens erforschen. Dazu gehört die Stimme, ebenso wie andere Laute des menschlichen Körpers und die Klänge von Objekten. Dabei stehen besonders die Geräusche im Vordergrund, die beim Aufeinandertreffen von Menschen entstehen, wie das Sprechen, Lachen und Seufzen. In ihrem Workshop wirft Zorka Wollny die Frage auf, wie sich die Dynamik einer Gruppe klanglich ausdrückt. Sie ergründet, wie sich Geräusche von ihrem Ursprung entfernen und sie sich im Zusammenspiel zu einer neuen Komposition zusammensetzen.
Der Workshop richtet sich an alle, die die Möglichkeiten der Stimme und das Potenzial verschiedener Laute entdecken wollen und Lust haben an kollektiven Improvisationen mitzuwirken.

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Zeichen-Workshop mit der Künstlerin Britta Lumer
Donnerstag, 12. Juli 2018, 18-20 Uhr

Anmeldung unter info@kleinehumboldtgalerie.de
Die Teilnahme ist kostenlos.

Im Zeichen-Workshop üben wir die Hinwendung zu einem bildhaften Denken. Konkret heißt das, die rechte Gehirnhälfte zu aktivieren, denn sie ist zuständig für bildliches und räumliches Vorstellungsvermögen. Die rechte Gehirnhälfte sieht Dinge in ihrer Beziehung zueinander, also Linien, Formen und Proportionen. Wenn wir mit der aktivierten rechten Gehirnhälfte sehen, nehmen wir die Dinge wahr, wie sie im gegenwärtigen Augenblick sind und können sie, von stereotypen Ausdrucksformen befreit, zeichnend wiedergeben. Im Modus der rechten Hirnhemisphäre zeichnen wir nicht das, was wir wissen, sondern das, was wir sehen. Indem wir unsere Sinneseindrücke mit Hilfe der rechten Hemisphäre wahrnehmen, befreien wir uns vom Urteilen. Die linke Gehirnhälfte ist ihr gegenüber unser rational-analytischer Kritiker. Ich unterstütze beim künstlerisch kreativen Prozess eine Haltung, bei der das direkte rationale Wollen und Wissen in den Hintergrund rückt und ein konzentriert ergebnisoffener kreativer Flow vorherrscht.

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Zine Workshop mit Anouk Kruithof
Montag, 2. Juli 2018, 16-18 Uhr

Anmeldung unter info@kleinehumboldtgalerie.de
Die Teilnahme ist kostenlos.

In diesem Workshop werden wir ein einzigartiges Zine oder Buch erstellen, indem wir ausgewählte und mitgebrachte Bilder bearbeiten, neu arrangieren, collagieren, neu fotografieren und (um)gestalten. Ziel ist es, ein erstes Dummy-Zine oder Buch aus Papier zu designen, das später in einer höheren Auflage veröffentlicht werden kann.
Mitzubringen sind 10 bis 100 Fotokopien von Fotos, Zeichnungen, Scans von “Dingen" oder anderen Bildern (Größe A4 oder A3 oder eine Mischung) sowie Telefon oder Kamera und einen Laptop. Dieser Workshop kann ein persönliches Fotoprojekt auf Grundlage einer bereits entstandenen Fotoserie sein, mit der ihr weiterarbeiten wollt. Es könnten aber auch eigene Zeichnungen, Scans von Dingen oder Abbildungen aus alten Büchern und dem Internet mitgebracht werden, die ihr gefunden, gesammelt oder für diesen Workshop ausgewählt habt.

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Künstlerinnengespräch und Ausstellungsrundgang
Freitag, 13. Juli 2018, 18.30-20 Uhr

Wir widmen uns mit [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] einem Experiment und zahlreichen Fragen: Wie kann eine Ausstellung entstehen, die Künstlerinnen, das kuratorische Team und die Besucher*innen auf Augenhöhe interagieren lässt? Kann ein universitärer Raum vier Künstlerinnen als Atelier dienen und wenn ja, wie sehen die Arbeiten aus, die in einem solchen Setting entstehen? Britta Lumer, Helena Hladilová, Anouk Kruithof und Zorka Wollny sprechen mit dem kuratorischen Team der Kleinen Humboldt Galerie über ihre Erfahrungen als Teil des Ausstellungsprojekts [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN], ihre unterschiedlichen künstlerischen Praktiken und die entstandenen Werke in der Ausstellung. Nach dem Gespräch sind alle Teilnehmer_innen herzlich eingeladen, ihre Assoziationen, Ideen und Visionen zu [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] beim dialogischen Ausstellungsrundgang exchange perspectives auszutauschen.

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Workshop mit der Künstlerin Helena Hladilová
Samstag, 14. Juli 2018, 16-18 Uhr

Anmeldung unter: info@kleinehumboldtgalerie.de
Die Teilnahme ist kostenlos.

In diesem Workshop mit der Künstlerin Helena Hladilová, der die Teilnehmenden in die Ausstellungsgestaltung mit einbinden möchte, werden die Teilnehmenden einen Teppich knüpfen, der anschließend von der Künstlerin weiter ausgearbeitet und in der Ausstellung gezeigt wird. Hierfür wird eine spezielle Handsteppmaschine zum Weben verwendet, die Handarbeit und maschinelle Arbeit in sich vereint. Die Maschine ermöglicht es innerhalb kurzer Zeit sehr präzise Muster und Formen auf den Teppich zu übertragen und ist in Hladilovás künstlerischer Praxis zentral.

Die Veranstaltung wird gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.

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Central to the exhibition [insert title] is its public program. Diverse participatory events, like artists workshops, tours and discussions offer the opportunity for visitors to get an insight in the artists' working processes and open up a dialogue between curators, visitors and artists.
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Open Studio
Saturday, 23 June 2018, 2-4 pm
Saturday, 30 June 2018, 2-4 pm

No registration necessary.
Free admission.

[insert title] is an exhibition in process. For four weeks, the artists Britta Lumer, Helena Hladilová, Anouk Kruithof and Zorka Wollny will transform the Lichthof Ost in the main building of Humboldt University into their studio. Here their works evolve within their different artistic approaches and – unlike the context of museum exhibitions that evoke the impression of artistic works as completed creative processes – let us be part of their formation. On two dates, the doors of the studio will open to the public and grant exclusive insight into the creative processes happening inside the gallery space. This will give us the opportunity to explore the works in progress together, before they will finally be exhibited from 12. to 25. July.

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Sound workshop with artist Zorka Wollny
Monday, 25 June 2018, 4-6 pm

Registration info@kleinehumboldtgalerie.de
Free admission.

Wollny is going to explore the ways sound moves away from its source and becomes a composition in a new, indefinable interplay. The workshop is open for all who would like to discover the power of the voice and the pleasure of collective improvisation.

Zorka Wollny (*1980 in Krakow, PL, lives and works in Berlin) creates acoustic compositions for institutions, factories and empty buildings. Her works inhabit a space between art, theatre and contemporary music, and are always closely connected to the historic and functional context of specific architectural sites. She exhibited in Berlin, London, New York, Belgrade and Mumbai, among other cities. Her concerts were presented at many international festivals, the latest one opened the CTM Festival in Berlin in January 2018.
http://zorkawollny.net/

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Zine workshop with Anouk Kruithof
Monday, 2 July 2018, 4-6 pm

Registration info@kleinehumboldtgalerie.de
Free admission.

In this workshop we are going to make a unique zine or book by the means of editing, re-arranging, collage, re-photographing and designing your selected and brought images. The aim is to create a rough paper dummy zine or book which you could use later to publish in a higher edition.

Bring 10-100 photocopies of photos, drawings, scans of ‘things’ or other images (size A4 or A3 or a mix) and your phone or camera and laptop with you. This workshop can be a personal photo project, a photo series you once made but never really worked with before. But it could also be your drawings, or scans of things you found, collected or selected for this workshop, appropriated images you took from the internet, scanned from old books or other people’s albums.

Anouk Kruithof (*1981 in Dordrecht, NL, lives and works in Amsterdam) uses different media such as photography, sculpture, video, artist-books, installation, performance, animation and public interventions to transfer her interests in topics such as the human psyche, climate change, mass surveillance and today’s ‘Stressgesellschaft’ into her artistic practice. Kruithof has won several awards for her work, which was shown at many international exhibitions in renowned places such as the Museum of Modern Art, New York and the Stedelijk Museum, Amsterdam.
http://www.anoukkruithof.nl/
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Drawing workshop with artist Britta Lumer
Thursday, 12 July 2018, 6-8pm

Registration info@kleinehumboldtgalerie.de
Free admission.

It is key to Lumer's artistic work to supplant a rational manner of knowledge by a concentrated unbiased and creative flow. Therefore, we will be practicing thinking in images in this workshop. To do so we are going to activate the right half of our brain, which is used for visual and spatial thinking and enables us to interrelate lines, forms and proportions to a complete image. While seeing with the right half of the brain, we encounter things the way they currently are, without categorizing them immediately. This modus operandi allows us to draw what we see, and not what we seem to know. In the process of drawing we are thereby freeing ourselves from judging.

Britta Lumer (*1965 in Frankfurt, GER, lives and works in Berlin) studied at Städelschule Frankfurt and Statens Kunstakademi in Bergen, Norway. Lumer’s work often depicts portraits, landscapes or buildings and is based on Indian ink on paper. The artistic value of her works lies in the atmosphere they create. Lumer’s works are represented in several public art collections, including Sammlung Deutsche Bank and Kunstmuseum Basel.
http://www.brittalumer.de

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Workshop with artist Helena Hladilová
Saturday, 14 July 2018, 4-6 pm

Registration: info@kleinehumboldtgalerie.de
Free admission.

Artist workshops are the centerpiece of the exhibition [insert title]. They invite participants to become part of the project and to gain insight into different artistic working processes like weaving, drawing or sound performances.
In this workshop the participants together with artist Helena Hladilová are going to weave a carpet using a special hand tufting machine. The machine combines manual craft work with mechanical work and is central to Hladilová’s artistic work. The used hand tufting machine allows to realize precise patterns and designs within a short time period. After the workshop Hladilová is going to complete the art work. The object, developed and realized together with the workshop’s participants, is going to be shown at the exhibition [insert title].
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Artist Talk and Guided Tour
Friday, 13 July 2018, 6:30-8 pm

Registration: info@kleinehumboldtgalerie.de
Free admission.

With [insert title] we involve in an experiment which raises various questions: How can an exhibition be created that allows the artists, the curatorial team and the visitors to interact on an equal level? Can a university space serve as a studio for four artists, and if so, what do the works that emerge in such a setting look like? Britta Lumer, Helena Hladilová, Anouk Kruithof and Zorka Wollny talk with the team of the Kleine Humboldt Galerie about their experiences as part of the exhibition project [insert title], their different artistic practices and the presented works in the gallery. After the talk, we invite all participants to exchange their associations, ideas and visions on [insert title] at the exchange perspectives tour through the exhibition.

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